Neue Veranstaltungsreihe (Leipzig)

Byzanz und der Westen: Kolloquium zur materiellen Kultur im Mittelalter

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Lecture Series: Material Culture in Byzantium and the Medieval West

13.12.16 Dr. Alex Rodriguez Suarez (Barcelona):  From Tower to Belfry: The Other Origins of the Byzantine Bell Tower

31.1.17 Dr. Stefan Trinks (Berlin): Byzanz in Iberien – Zwei Welten

Jeweils 19 Uhr, Institut für Kunstgeschichte der Universität Leipzig, Dittrichring 18-20 (Wünschmanns Hof), 5. Etage, Raum 5/14

Die Veranstaltungsreihe widmet sich der Erforschung der materiellen Kultur des mittelalterlichen Westens, des Byzantinischen Reichs, von Grenzräumen und Schnittstellen und von Fragen des kulturellen Austauschs. Sie ist eine Kooperation  des Instituts für Kunstgeschichte der Universität Leipzig, des Studiengangs Museologie der HTWK Leipzig und des Handschriftenzentrums der Universitätsbibliothek. Den Auftakt bildet der Vortrag von Alex Rodriguez Suarez, dem pro Semester von ca. 3-4 Vorträgen folgen sollen.

Das Kolloquium will die Erforschung und die Sichtbarkeit der materiellen Kultur des Mittelmeerraums und angrenzender Kulturräume zwischen Antike und Neuzeit in Leipzig fördern. Neben der Kunstgeschichte und der Archäologie sucht das Kolloquium gezielt den Dialog mit anderen Disziplinen (Mediävistik, Philologie, Byzantinistik, Judaistik, Arabistik, Theologie, Historische Geographie etc.), um einen Beitrag zum Verständnis der mittelalterlichen materiellen Kultur und ihrer Verflechtungen zu leisten.

 

Ansprechpartner:

Armin Bergmeier (Universität Leipzig): armin.bergmeier(at)uni-leipzig.de

Johannes Tripps (HTWK): johannes.tripps(at)htwk-leipzig.de

Erstes umfassendes Handbuch zum Byzantinischen Reich in deutscher Sprache erschienen

Neben

Erstes umfassendes Handbuch zum Byzantinischen Reich in deutscher Sprache erschienen: F. Daim (Hrsg.), Byzanz. Historisch-kulturwissenschaftliches Handbuch.

Als Band 11 in der Reihe „Der Neue Pauly. Enzyklopädie der Antike“ ist es seit dem 15. Dezember 2016 erhältlich.

An der der Erstellung waren insgesamt 70 Fachwissenschaftler beteiligt, darunter auch Mitglieder der AGCA.

Inhaltsverzeichnis und weitere Infos hier!

Neuerscheinung

Stefan Heid

WOHNEN WIE IN KATAKOMBEN

Kleine Museumsgeschichte des Campo Santo Teutonico
Verlag Schnell + Steiner

 

Im Vatikan gibt es die bedeutende, jedoch kaum bekannte, umfangreiche Privatsammlung frühchristlich-mittelalterlicher Objekte des Campo Santo Teutonico. Erstmals werden die Anfänge dieses im späten 19. Jahrhundert entstandenen Museums aus unveröffentlichten Dokumenten und Fotografien rekonstruiert.


Die Sammlung umfasst Grabinschriften, Sarkophage, Lampen, Ampullen, Gläser, Münzen, Ziegelstempel und vieles mehr. Der niederrheinische Priester Anton de Waal (1837-1917) gründete 1876 das deutsche Priesterkolleg für historische und archäologische Studien. Dafür legte er durch Einkäufe auf dem römischen Antiquitätenmarkt, mit Grabungsfunden und Schenkungen eine Sammlung an. Unter dem Leitbild der Kirche der Katakomben und Märtyrer diente sie didaktischen, wissenschaftlichen und apologetischen Zwecken. Die Geschichte der Sammlung gewährt spannende Einblicke in die aufblühende Wissenschaft der Christlichen Archäologie in Rom und in das Leben der Kollegsbewohner zwischen Antike, Abenteuer und Alltag. Die Sammlung ist seit 1917 Eigentum der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Mutter Gottes beim Campo Santo der Deutschen und Flamen.

– Entstehungsgeschichte eines kleinen und feinem Museums im Schatten von St. Peter
– Wichtiger Beitrag zu Wissenschafts- und Mentalitätsgeschichte des 19. Und frühen 20 Jahrhunderts


Stefan Heid, geb. 1961, Dr. theol. habil., Professor für Liturgiegeschichte und Hagiographie am Päpstlichen Institut für Christliche Archäologie und Direktor des Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft am Campo Santo Teutonico (Vatikan). Ein Schwerpunkt seiner Forschungen gilt der Wissenschaftsgeschichte.

Hier ist ein Blick ins Buch möglich!

Vortragsreihe Byzanz in Mainz (WS 2016/17)

Mittwoch, den 9. November, 18.15 Uhr: Dr. Anastasios Tantsis (Thessaloniki), Questions of Western Identity in Mistras‘ Monuments and their Patrons

Mittwoch, den 16. November, ab 17.00 Uhr: Prof. Dr. Dr. h.c. Johannes Koder (Wien), Die Siedlungsentwicklung im mittelalterlichen Byzanz – Zur Aussagekraft zentraler Quellengattungen bezüglich Kleinasiens und Südosteuropas

Mittwoch, den 16. November, ab 17.00 Uhr: Prof. Dr. Urs Peschlow (Mainz), Nikaia / Iznik. Eine kleinasiatische Stadt im Wandel von anderthalb Jahrtausenden

Montag, den 21. November, 18.15 Uhr: Prof. Dr. Bryan Ward-Perkins (Oxford), The Origin of the Cult of Christian Saints

Mittwoch, den 1. Februar, 18.15 Uhr: Prof. Dr. Ute Verstegen (Erlangen), Flucht und Neubeginn – eine archäologische Spurensuche zu Flüchtlingsbewegungen in der Spätantike

Mittwoch, den 7. Februar, 18.15 Uhr: Dr. Dominik Heher (Wien/Mainz), In den Schuhen des Kaisers. Usurpationen und ihre Rituale in Byzanz

Ausführliche Infos hier!

Internationale Jahrestagung des Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident

Transformationen von Stadt und Land in byzantinischer Zeit

16. November 2016 bis 18. November 2016

Die Lebensdauer des Byzantinischen Reiches umfasste mehr als ein Jahrtausend. In dieser Zeit, zwischen der Gründung der neuen Hauptstadt Konstantinopel im Jahre 330 und ihr Fall 1453, wandelte sich die Alte Welt fundamental und bildete mit diesen Transformationen Grundlagen für unser heutiges Europa. Die politischen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Wandlungsprozesse waren vielfach eng miteinander verzahnt und betreffen häufig alle Ebenen. Veränderungen sind daher in vielen Quellen, in Schriften, Bildern, Objekten bis hin zur Architektur zu erkennen. Die Archäologie versucht seit langem, die gesellschaftlichen Dynamiken hinter dem sich wandelnden Stadt- und Landleben zu ergründen. In ihrer Funktion als Wirtschaftsräume und Verbindungszonen zwischen Zentren waren auch Landschaften Transformationsprozessen unterworfen. Solche Landschaftsveränderungen sind vor allem durch die Art der Besiedlung und die jeweiligen Ressourcennutzungen bedingt und sind bis in die Gegenwart erkennbar (z.B. in Form der Degradationsstadien, welche die heutige Mittelmeervegetation prägen).

Der Begriff der »Transformation«, oder schlicht »Umformung«, enthält sowohl die Elemente des Bleibenden, des Konservativen, des weitergetragenen Kernes als auch des sich Wandelnden, der Innovationen. Im Rahmen unserer Tagung möchten wir das Augenmerk auf diese Dichotomie lenken und ergründen, inwieweit sich der Wandel im Alltagsleben archäologisch, historisch und kunstgeschichtlich greifen lässt. Wer waren die Akteure der Transformation, wie veränderten sie sich und ihre Umwelt und inwiefern zeigten sie, z.B. das Reich oder seine Bürger, sich flexibel im Umgang mit äußerem wie inneren Innovationsdruck; und auf welche Weise und inwiefern schafften es die Byzantiner, im Zuge dieser Anpassungsprozesse ihre Identität und den inneren Zusammenhalt ihres Reiches zu bewahren.

Im Fokus sollen Projekte und Untersuchungen stehen, die sich mit Wandlungsprozessen im Byzantinischen Reich oder ihren Folgen befassen. Hierzu sind vier Sektionen vorgesehen:

  • Räumliche Transformation
  • Wirtschaftliche Transformation
  • Transformationsprozesse in der Glaubenswelt
  • Träger der Transformation

Die jeweiligen Sektionen werden mit Impulsvorträgen eingeleitet. In einer Abschlussdiskussion sollen dann die Sektionen zusammengebracht und zu einem Gesamtbild vereint werden.

RGZM | Römisch-Germanisches Zentralmuseum
im Kurfürstlichen Schloss
Ernst-Ludwig-Platz 2
55116 Mainz

und

Museum für Antike Schiffahrt des RGZM
Neutorstraße 2b
55116 Mainz

Programm

Link zur Webseite

Organisation: Dr. Beate Böhlendorf-Arslan in Zusammenarbeit mit Dr. Henriette Kroll, Prof. Dr. Günter Prinzing, Miriam Steinborn M.A., Dr. Robert Schick und Dr. Rainer Schreg

Assos: Neues aus der Forschung (2016)

Ausgrabungen in Assos / Türkei:

Sonntagsbraten für den Bischof?

 

Das RGZM führt auch in diesem Jahr das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Ausgrabungsprojekt „Entwicklung der Stadt Assos in spätantiker und byzantinischer Zeit“ in der antiken Stadt Assos (Türkei) fort. Durch die Einbettung in den Leibniz-WissenschaftsCampus Mainz: Byzanz zwischen Orient und Okzident sind auch in diesem Jahr Studentinnen der Johannes Gutenberg-Universität, Mainz, zusammen mit Studierenden der Universitäten Çanakkale, Istanbul und Cottbus an den Ausgrabungen beteiligt.

Die Arbeiten am im letzten Jahr entdeckten „Xenodochium“ werden fortgesetzt und konnten durch die Entdeckung von mehreren weiteren angeschlossenen Räumen, darunter wahrscheinlich auch Schlafsäle, komplettiert werden. Zentral im offenbar ehemaligen Untergeschoss gelegen befinden sich zwei kleine Kammern, davon ein Treppenraum, über den das nicht mehr erhaltene Obergeschoss durch eine weitere Treppe betreten werden konnte. Die nördliche Kammer wurde dagegen als Werkstätte genutzt. Nach den Funden von Sattlernadeln, Punzen und kleinen Schabern zu urteilen wurden hier offensichtlich Ledergegenstände, die Sättel, Taschen u.a. der Gäste repariert. Ein größeres Zimmer im Norden wurde wahrscheinlich als weiterer Gast- oder Aufenthaltsraum genutzt. Die Wände des Raumes sind mit durchgehenden Steinbänken flankiert, im Zentrum stand ehemals ein kleiner Tisch. Erhellt wurde der Bereich durch große Glasfenster und an Ketten aufgehängte Glaslampen, deren zerbrochen an einer Stelle gehäuft gefunden wurden.

Zur Klärung der in den letzten beiden Jahren untersuchten Terrasse, die mit der Kirche, bischöflichen Audienzhalle und Grabkapelle das neue Zentrum der frühbyzantinischen Stadt bildete (Archäologischer Anzeiger 3, 2015, S. 61-66), wurde in diesem Jahr ein Gebäudekomplex am Nordrand des Areals ausgegraben. Dieser Komplex besteht aus mindestens fünf L-förmig aneinander gereihten Räumen. Der mittlere davon diente wahrscheinlich als Durchgang in die Terrasse. Den Eingang bildete ein massives Portal, dessen Türsturz mit einem Christogramm verziert war. An den Türraum waren mehrere Vorrats- und Lagerräume angeschlossen. In diesen standen ein Trog und große Vorratsgefäße noch an Ort und Stelle auf dem Fußboden (Abb.). Offensichtlich wurden die Räume als Depot genutzt, in denen man diverse Gegenstände aufbewahrte. In einem der Räume lehnten mehrere große Dachziegel und ein Wasserrohr aus Ton für eine weitere Verwendung an den Wänden. Hinter einem der Dachziegelstapel wurde eine Eisenhacke gefunden, die der Besitzer möglicherweise hier für die Reparatur des Daches niederlegte. In zwei großen, teilweise in den Fußboden eingetieften Pithoi wurde möglicherweise Getreide gelagert. In der Kammer wurden auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten verrichtet, worauf einige Messer, eine Getreidemühle und eine große marmorne Reibeschale hinweisen. Das hierzu benötigte Wasser wurde aus einem mehr als 4,5 m tiefen Brunnen gewonnen, der sich mitten im Raum befindet. Gut versteckt zwischen der rückwärtigen Zimmerwand und einem der Pithoi hat sich seinerzeit ein Ferkel schlafen gelegt, das offenbar seinem Halter entlaufen war. Möglicherweise wurde es aber auch in der Kammer angebunden und wartete hier auf die Schlachtung, bevor es dann plötzlich vom herabstürzenden Dach begraben wurde. Die an Ort und Stelle belassenen Objekte in diesem Gebäude weisen einmal mehr daraufhin, dass Assos von einer verheerenden Naturkatastrophe, wahrscheinlich einem Erdbeben, heimgesucht wurde, die das Ende der frühbyzantinischen Stadt einleitete.

Die in diesem Jahr erzielten Ergebnisse zeigen weitere Aspekte der Neugestaltung der frühbyzantinischen Stadt auf und runden damit das Bild der Transformation der antiken zur christlichen Stadt ab. Zusammen mit den Objekten des täglichen Lebens kann auf diese Weise das Alltagsleben einer Provinzstadt im 4. bis 7. Jahrhunderts n. Chr. rekonstruiert werden.

 

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Speicherräume des Terrassengebäudes in Assos (C/Foto: Ausgrabung Assos)

 

Link zum Projekt

 

Kontakt:

PD Dr. Beate Böhlendorf-Arslan
Römisch-Germanisches Zentralmuseum
Leibniz-Forschungsinstitut für Archäologie
Ernst Ludwig Platz 2
D-55116 Mainz
boehlendorf(at)rgzm.de

 

 

Publikation: „Die frühchristlichen Mosaiken des Triumphbogens von S. Maria Maggiore in Rom“

von Gerhard Steigerwald

Worum geht es in den Mosaiken von S. Maria Maggiore? Warum wurde das Bildprogramm auf diese Art und Weise gestaltet? Im vorliegenden Band fasst der beste Kenner der frühchristlichen Mosaiken von S. Maria Maggiore seine langjährigen Forschungen zu einer dichten Synthese zusammen. Es gelingt ihm, eine schlüssige Deutung des Triumphbogenmosaiks vorzulegen, die auch Bilder des Langhauses einbezieht.


Der Autor erkennt im Weihegedicht der Basilika den Schlüssel zum Verständnis ihres Mosaikzyklus: Die Gottheit des Menschen Jesus wird als verlässliches Glaubensfundament dem Volk Gottes im Bild demonstriert. Bild für Bild wird analysiert, wie die einzelnen Szenen verschiedene Aspekte der Gottheit Jesu ins Bild setzen. Das Bildprogramm entsteht vor dem Hintergrund soeben abgeschlossener, die gesamte Kirche berührender theologischer Differenzen, deren Beilegung in einem eindrucksvollen Bildprogramm besiegelt wird. Dieses zeigt nicht nur Szenen der Kindheit Jesu von der Verkündigung bis zum Kindermord und den Magiern bei Herodes, sondern schließt auch noch Szenen aus dem Langhaus ein, die auf Ereignisse des Alten Testaments zurückgreifen. Die am 5. August 434 durch Papst Xystus III. (432-440) geweihte Kirche trägt dazu bei, der von heidnischen Prachtbauten geprägten ewigen Stadt sowie dem Römischen Reich ein christliches Antlitz zu geben.

* Schlüssige Deutung eines der bedeutendsten frühchristlichen Kunstwerke Roms
* Summe langjähriger Forschungen zu S. Maria Maggiore


Dr. Gerhard Steigerwald, promovierter Theologe und pensionierter Gymnasiallehrer, beschäftigt sich nach Publikationen zu anderen Themen der Christlichen Archäologie seit 2001 ausschließlich mit den Mosaiken von S. Maria Maggiore und legt hier die Summe seiner Forschungen vor.

Link zum Buch.

 

2. Ellwanger Alamannen-Kolloquium „15 Jahre Alamannenmuseum“

Themenwochenende am 8./9. Oktober 2016 im Alamannenmuseum Ellwangen
ELLWANGEN (pm) – Am Samstag und Sonntag, 8. und 9. Oktober, findet im
Alamannenmuseum unter dem Titel „15 Jahre Alamannenmuseum“ das „2.
Ellwanger Alamannen-Kolloquium“ statt. An verschiedenen Stationen, die
über das gesamte Museum verteilt sind, finden die Besucher jeweils von
11-17 Uhr viel Wissenswertes zum Anfassen und Ausprobieren vor.
Das Leitthema lautet „Der gedeckte Tisch der Alamannen – Mehr als nur
Essen und Trinken“: Welche Speisen haben die Römer von den Germanen
übernommen? Wie wurden Lebensmittel konserviert? Wie sah es in der Küche
der Alamannen aus? Welche Hinweise finden sich in den Gräbern der
Wohlhabenden dieser Zeit? Was wuchs im alamannischen Kräutergarten? Und
welche neuen Erkenntnise haben die Ausgrabungen von Lauchheim gebracht?
Neu ist in diesem Jahr, dass von den Mitwirkenden immer zur vollen Stunde
Kurzvorträge zu einzelnen Themen angeboten werden. Höhepunkt der zweiten
Auflage dieser Veranstaltungsreihe ist die Vorführung des Bierbrauens in
einem großen Braukessel im Museumshof. Ebenfalls gibt es wieder Brot aus
dem Lehmkuppelofen des Museums.
An beiden Tagen werden jeweils zur selben Zeit die folgenden Kurzvorträge
angeboten:
12 Uhr: 15 Jahre Alamannenmuseum Ellwangen, Ausgrabung Lauchheim
13 Uhr: Alamannischer Kräuter- und Gemüsegarten
14 Uhr: Bierbrauen
15 Uhr: Konservierung von Lebensmitteln
16 Uhr: Römische Essgewohnheiten
Neben verschiedenen Alamannendarstellern, den Ehrenamtlichen sowie den
Museumspädagogen des Museums ist auch das Kompetenzzentrum Hauswirtschaft
und Erziehung Ostalb auf dem Ellwanger Schloss wieder mit von der Partie.
Mit dieser Veranstaltung begeht das Museum, das am 28.9.2001 eröffnet
wurde, zugleich seinen 15. Geburtstag. An beiden Tagen ist nur der übliche
Eintritt zu bezahlen.
Alamannenmuseum Ellwangen
Haller Straße 9
73479 Ellwangen
Telefon +49 7961 969747
Telefax +49 7961 969749
alamannenmuseum@ellwangen.de

Weitere Infos HIER !

Ausschreibung Studienkurs „Rom als Palimpsest“

„Rom als Palimpsest. Gemeinsamer Studienkurs der Bibliotheca Hertziana, des Deutschen Archäologischen Instituts und des Deutschen Historischen Instituts in Rom“

Das Deutsche Archäologische Institut, Abteilung Rom, die Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, und das Deutsche Historische Institut in Rom bieten vom 03. bis zum 09. April 2017 einen Studienkurs an. Der Intensivkurs unter der Leitung von WissenschaftlerInnen der beteiligten Institute richtet sich insbesondere an fortgeschrittene Studierende der Klassischen Archäologie, der Christlichen Archäologie, der historischen Bauforschung, der Kunstgeschichte sowie der Geschichtswissenschaften vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte.

Ausgangspunkt des Kurses ist das Bild von Rom als „Palimpsest“, d.h. Rom als exemplarischer Ort des Umgangs mit Vergangenheit, des Auslöschens und Vergessens, der Neuentdeckung, Wiederbelebung und vielfachen Aneignung von Geschichte, der Überlagerung und des Ineinandergreifens historischer Epochen. Diese Prozesse des Um- und Überschreibens, der Inszenierung und Zitierung sollen mit unterschiedlichen fachlichen Zugangsweisen an ausgewählten Orten und baulichen Ensembles, vom Kapitol über das Forum Romanum bis hin zum EUR-Viertel und dem Tiberufer mit dem in diesem Jahr angebrachten Fries von William Kentridge von der römischen Kaiserzeit bis heute untersucht werden.

Von den KursteilnehmerInnen wird eine intensive Einarbeitung sowie aktive Mitarbeit – unter anderem die Übernahme eines Referates inkl. der fristgerechten Vorbereitung von Themenpapieren und Unterlagen – erwartet.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf fünfzehn Personen beschränkt. Für die Gruppe der AltertumswissenschaftlerInnen (Archäologen und historische Bauforscher) stehen ebenso wie für KunsthistorikerInnen und HistorikerInnen jeweils 5 Plätze zur Verfügung. Die Kosten für die Reise bis zu einem Betrag von 150 Euro und Übernachtung werden ebenso wie Eintritte von den veranstaltenden Instituten übernommen. Die An- und Abreise ist von den Kursteilnehmern selbst zu organisieren.

Voraussetzung für die Teilnahme: abgeschlossener M.A. in einem der für den Kurs relevanten Fächer bzw. M.A.-Studium in der Endphase.

Bewerbungen mit kurzem Motivationsschreiben (max. eine Seite), Lebenslauf, ggf. Kopie des letzten Studienabschlusses und Skizze eines laufenden Forschungsvorhabens (bitte nur in elektronischer Form) an: Rossi(at)biblhertz.it .

Die Bewerbungsfrist endet am 15. Oktober 2016.

 

Call for Papers „Grey-zone saints in Late Antiquity and early Middle Ages“

Call for Papers für die Sektion „Grey-zone saints in Late Antiquity and early Middle Ages“, während des International Medieval Congress in Leeds (3. bis 6. Juli 2017).

At the forthcoming International Medieval Congress in Leeds (3-6 July 2017) the project team is organising a strand on grey-zone, or marginal, saints in Late Antiquity and the early Middle Ages.

A limited number of Christian heroes, mostly New Testament figures and martyrs, were renowned across Christendom. Many more struggled hard to gain a wider prominence, or even local recognition, and often remained saints only in the eyes of single partisans or restricted groups. Their sainthood was suggested but not fully accepted, or promoted but contested; their cults almost succeeded, but finally failed. Sometimes their very existence was put into question.

Those interested in presenting papers on such saints and their cults, particularly if focused on the period before c. 900, are requested to send title and short abstract (c. 100 words) to Bryan Ward-Perkins (bryan.ward-perkins@history.ox.ac.uk) or Robert Wiśniewski (r.wisniewski@uw.edu.pl) by 20 September. Please, note that, sadly, the project is unable to fund speakers’ expenses.

Alle Infos hier!