Themenwoche Kleine Fächer

Vom 8. bis zum 11. März 2021 bietet die Hochschulrektorenkonferenz gemeinsam mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung eine digitale Themenwoche zu den Kleinen Fächern an.

Die Veranstaltung ist Teil der Initiative „Kleine Fächer-Wochen an deutschen Hochschulen“ und hat zum Ziel, die Perspektiven der Kleinen Fächer in der deutschen und europäischen Wissenschaftslandschaft zu beleuchten und zu diskutieren.

Alle weiteren Informationen HIER!

Tagung „Sakralarchitektur, Ritus und Musik zwischen Byzanz und dem Westen“

Die Tagung „Sakralarchitektur, Ritus und Musik zwischen Byzanz und dem Westen (6.–15. Jahrhundert)“ wird vom 21. bis zum 23. Januar 2021 digital durchgeführt.

Alle weiteren Informationen HIER!

Stellungnahme des Deutschen Verbands für Archäologie zur geplanten Novellierung des bayerischen Hochschulrechts

Die bayerische Regierung bereitet aktuell eine Novellierung des Hochschulrechts vor, die auf eine grundlegende Veränderung der Rahmenbedingungen abzielt, unter denen die Hochschulen in Bayern arbeiten. So sollen neue Governance-Strukturen etabliert, aber insbesondere eine wirtschaftliche Selbständigkeit der Hochschulen forciert werden. Teil dieser Planungen ist auch die Forderung nach eine stärkeren ökonomischen Verwertbarkeit wissenschaftlicher Forschung. In einer Stellungnahme bringt der Deutsche Verband für Archäologie (DVA) schwerwiegende Bedenken bezüglich der Auswirkungen der für 2021 geplanten Hochschulreform in Bayern auf archäologische und altertumswissenschaftliche Studienfächer zum Ausdruck. Als Mitglied des DVA hat auch die AGCA diese Stellungnahme mit erarbeitet und unterzeichnet.

Vgl. https://www.dvarch.de/fileadmin/redakteure/Stellungnahmen/Politik/DVA_Stellungnahme_zur_geplanten_Hochschulreform_Bayern.pdf

Andere Stellungnahmen zur geplanten Maßnahme:

Nachruf für Theun-Mathias Schmidt

Liebe Mitglieder der AGCA,

wir haben die traurige Nachricht erhalten, dass unser Mitglied
Theun-Mathias Schmidt, langjähriger Mitarbeiter an der
Frühchristlich-Byzantinischen Sammlung der Staatlichen Museen Berlin, am
22. November 2020 unerwartet im 68. Lebensjahr verstorben ist. Gabriele
Mietke, Elisabeth Ehler und Cäcilia Fluck haben einen Nachruf verfasst und
eine Bibliographie zusammengestellt (siehe unten).

Für die Arbeitsgemeinschaft Christliche Archäologie sprechen wir Familie,
Angehörigen und Freunden von Theun-Mathias Schmidt unsere aufrichtige
Anteilnahme aus.

Für den Vorstand der AGCA

Ute Verstegen und Gunnar Brands

Nachruf Dr. Theun-Mathias Schmidt

20. April 1953 – 22. November 2020

Am 22. November 2020 starb unerwartet unser ehemaliger Kollege Dr. Theun-Mathias Schmidt. Geboren wurde er am 20. April 1953 in Berlin. Nach dem Besuch des altsprachlichen Evangelischen Gymnasiums zum Grauen Kloster in Ost-Berlin gelang es ihm, einen der in der DDR seltenen Studienplätze für Klassische Archäologie an der Humboldt-Universität zu erhalten. Seine akademischen Lehrer waren vor allem der Lehrstuhlinhaber Ludger Alscher und Wolfgang Schindler.

Nach dem Studium holte Direktor Arne Effenberger, selbst klassischer Archäologe,  Theun-Mathias Schmidt zum 1. September 1976 als wissenschaftlichen Mitarbeiter an die Frühchristlich-Byzantinische Sammlung (heute Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst) der Staatlichen Museen. Dort bildete er schon bald sein fachliches Spezialgebiet heraus, das der spätantiken und frühchristlichen Sarkophage. In einer Vielzahl von Publikationen untersuchte er Datierungen und ging mit außergewöhnlicher Akribie ikonografischen Fragen und Deutungen nach. Doch blieb er daneben der klassischen Archäologie treu. Aufsehen erregten vor allem seine Spätdatierung und Neudeutung des Pergamon-Altars. Neben der Museumsarbeit verfasste Theun-Mathias Schmidt im Rahmen einer außerplanmäßigen Aspirantur seine Dissertation über „Die Vasenkunst des Hellenismus“. Mit diesem opus magnum von über 1400 Seiten wurde er 1986 promoviert.

Theun-Mathias Schmidt war Mitglied der Archäologischen Gesellschaft zu Berlin und der Arbeitsgemeinschaft „Christliche Archäologie zur Erforschung spätantiker, frühmittelalterlicher und byzantinischer Kultur“. Regelmäßig trug er seine Forschungsergebnisse auf den Tagungen des Marburger Sarkophag-Corpus vor.

Die letzten 15 Jahre Theun-Mathias Schmidts wurden durch den tragischen Unfalltod seiner Frau Heidemarie überschattet. Hinzu kamen teils lebensbedrohliche gesundheitliche Probleme, die zu seiner vorzeitigen Berentung im Frühjahr 2016 führten. Auch zu Hause noch widmete er sich weiter der Sarkophagforschung. Den Kollegen und Kolleginnen wird er in Erinnerung bleiben, an seiner Pfeife paffend, über Bücher gebeugt oder den Wahnsinn der Welt mit geschliffener Ironie kommentierend.

Im Namen von Skulpturensammlung und Museum für Byzantinische Kunst, Staatliche Museen zu Berlin

Elisabeth Ehler, Cäcilia Fluck und Gabriele Mietke


Bibliographie Theun-Mathias Schmidt

Zusammengestellt von Elisabeth Ehler und Hans Neumann

Der römische Sarkophag eines jüdischen Bäckers im Berliner Bode-Museum?, in: Kristin Kleber, Georg Neumann und Susanne Paulus (Hrsg.), Grenzüberschreitungen. Studien zur Kulturgeschichte des Alten Orients. Festschrift für Hans Neumann zum 65. Geburtstag am 9. Mai 2018 (= dubsar, Bd. 5), Münster 2018, S. 637‒738.

Zus. mit Manfred G. Schmidt, Eine epigraphische Überraschung unter dem Deckel des Berliner Riefel-Sarkophages aus Patti/Sizilien (Inv.-Nr. 3020), in: Barbara Porod – Gabriele Koiner (Hrsg.), Römische Sarkophage. Akten des Internationalen Werkstattgesprächs 11.‒13. Oktober 2012 (Graz) (= Schild von Steier Beiheft 5 = Veröffentlichungen des Instituts für Klassische Archäologie der Karl-Franzens-Universität Graz, Bd. 12], Graz 2015, S. 236‒249.

Linke und rechte Hälfte eines Sarkophag-Deckels mit figürlichen Eckakroteren, in: Christoph Stiegemann (Hrsg.), Caritas. Nächstenliebe von den frühen Christen bis zur Gegenwart. Katalog zur Ausstellung im Erzbischöflichen Diözesanmuseum Paderborn, 23. Juli bis 13. Dezember 2015, Paderborn 2015, S. 377‒379, Nr. 5 mit Abb.

Katalogbeiträge in: Manuela Beer – Iris Metje – Karen Straub – Saskia Werth – Moritz Woelk (Hrsg.), Die Heiligen Drei Könige. Mythos, Kunst und Kult. Ausstellung im Museum Schnütgen, Köln. Vom 25. Oktober 2014 bis 25. Januar 2015, S. 28‒29, Nr. 3 und S. 34‒35, Nr. 6.

Königssöhne als Zugochsen ihrer Mutter (Pol. 22,20). Mythologische Bildung und allegorisches Weltverständnis im Pergamenischen Reich und in den Bildern des Pergamonaltares, in: Boreas, Bd. 36, 2013, S. 1‒18.

Der verschollene Girlandensarkophag Topham im Museo Nacional de Bellas Artes zu Havanna/Kuba, in: Guntram Koch – François Baratte (Hrsg.), Akten des Symposiums „Sarkophage der römischen Kaiserzeit: Produktion in den Zentren – Kopien in den Provinzen“ / “Les sarcophages romains: centres et périphéries“. Paris, 2.–5. November 2005 [= Sarkophag-Studien 6], Ruhpolding und Mainz 2012, S. 177‒188.

Zus. mit Boris Meyer und Klaus Wessel (†), Zur Restaurierung und Aufstellung des sogenannten „Christusreliefs von Psamathia“ in Berlin – Grundlagen einer neuen Sichtweise, in: Dieter Köcher – Bodo Buczynski (Hrsg.), Das Bode-Museum. Projekte und Restaurierungen, Berlin 2011, S. 240‒245.

Katalogbeitrag, in: Sandro Piussi (Hrsg.), Cromazio di Aquileia 388–408 al crocevia di genti e religioni. Udine, Palazzo Patriarcale, Museo Diocesano e Galleria del Tiepolo 6 novembre 2008–8 marzo 2009, Milano 2008, S. 247, Nr. VI.4.

Katalogbeiträge, in: Alexander Demandt – Josef Engemann, Konstantin der Große – Imperator Caesar Flavius Constantinus, Trier 2.6.–4.11.2007, Trier, Mainz 2007, Nr. II.3.1 und II.4.54 (auf CD-ROM).

Die Zeit läuft im Kreis. Bemerkungen zur Front und den Nebenseiten des restaurierten Persephone-Sarkophages in Aachen, in: Guntram Koch (Hrsg.), Akten des Symposiums des Sarkophag-Corpus 2001, Marburg, 2.–7.7.2001 [= Sarkophag-Studien, Bd. 3], Mainz 2007, S. 123‒134.

Katalogbeiträge in: Das Museum für Byzantinische Kunst im Bode-Museum [= Prestel Museumsführer], München, Berlin, London, New York 2006, S. 7‒16, 22, 64‒66 und 75.

Fragment einer Reliefplatte – spielende Kinder, in: Ludwig Wamser (Hrsg.), Die Welt von Byzanz – Europas östliches Erbe. Glanz, Krisen und Fortleben einer tausendjährigen Kultur. Archäologische Staatssammlung München – Museum für Vor- und Frühgeschichte, München vom 22.10.2004‒3.4.2005, München 2004, S. 216, Nr. 314.

La straordinaria iconografia della Natività sul sarcofago di Boville Ernica, in: Fabrizio Bisconti – Hugo Brandenburg (Hrsg.), Sarcofagi tardoantichi, paleocristiani e altomedievali. Atti della giornata tematica dei Seminari di Archeologia Cristiana. École Française de Rome, 8 maggio 2002 [= Monumenti di antichità cristiana Ser. 2, 18], Città del Vaticano 2004, S. 97‒110.

Die verzweifelte Zweiflerin Salome auf dem Sarkophag in Boville Ernica. Ein Beitrag zur Geste der verschränkten Hände, in: Guntram Koch (Hrsg.), Akten des Symposiums »Frühchristliche Sarkophage«, Marburg, 30.6.‒4.7.1999, unter Mitarbeit von Karin Kirchhainer [= Sarkophag-Studien, Bd. 2], Mainz 2002, S. 207‒229.

Frammento di lastra a rilievo. Bambini che giocano, in: Arne Effenberger (Hrsg.), Konstantinopel. Scultura bizantina dai Musei di Berlino. Museo Nazionale di Ravenna Complesso Benedettino di S. Vitale, Ravenna, 15 aprile – 17 settembre 2000, Roma 2000, S. 52‒53, Nr. 8 mit Abb.

Zum Stand des Repertoriums der christlich-antiken Sarkophage, in: Römische Quartalschrift für christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte / im Auftr. d. Priesterkollegs am Campo Santo Teutonico in Rom und d. Römischen Instituts der Görres-Gesellschaft hrsg., Rom, Freiburg i. Br., Wien, 1999, S. 156‒180.

Die Wiederverwendung antiker Sarkophage, in: Christoph Stiegemann – Matthias Wemhoff (Hrsg.), 799. Kunst und Kultur der Karolingerzeit. Karl der Große und Papst Leo III. in Paderborn. Katalog der Ausstellung Paderborn 1999, Bd. 2, Mainz 1999, S. 758‒769.

Der Proserpina-Sarkophag Karls des Großen, in: Eos. Nachrichten für Freunde der Antike auf der Museumsinsel Berlin 8 (1999), S. VI–XIII.

Ein ‘verkehrter’ Sarkophagkasten mit bukolischer Szenerie in Berlin, in: Guntram Koch (Hrsg.), Akten des Symposiums »125 Jahre Sarkophag-Corpus«, Marburg, 4.‒7.10.1995 [= Sarkophag-Studien, Bd. 1], Mainz 1998, S. 34‒38.

Zum Stand des Repertoriums der christlich-antiken Sarkophage, in: Römische Quartalschrift für christliche Altertumskunde und Kirchengeschichte, Bd. 93, 1998, S. 156‒180.

Ein früher Sarkophag mit Hirtenszenen, in: Christoph Stiegemann (Hrsg.), Frühchristliche Kunst in Rom und Konstantinopel. Schätze aus dem Museum für Spätantike und Byzantinische Kunst. Ausstellung Erzbischöfliches Diözesanmuseum Paderborn, 6.12.1996‒31.3.1997, Paderborn 1996, S. 53‒65.

Die drei hebräischen Jünglinge in Ketten. Ein unbeachtetes Sarkophagfragment wirft neues Licht auf eine alte Erzählung (Daniel 3,1 ff.), in: Christoph Stiegemann (Hrsg.), Frühchristliche Kunst in Rom und Konstantinopel. Schätze aus dem Museum für Spätantike und Byzantinische Kunst. Ausstellung Erzbischöfliches Diözesanmuseum Paderborn, 6.12.1996‒31.3.1997, Paderborn 1996, S. 67‒79.

Römische Sarkophage auf Berliner Friedhöfen, in: Detlef Rößler – Veit Stürmer (Hrsg.), Modus in rebus. Gedenkschrift für Wolfgang Schindler, Berlin 1995, S. 170‒187.

Der Pergamonaltar – Weltwunder oder Investitionsruine?, in: Gymnasium, Bd. 101, 1994, S. 1‒6.

Ein römischer Sarkophag mit Lese- und Reiterszene, in: Guntram Koch (Hrsg.), Grabeskunst der Römischen Kaiserzeit [= Viertes Symposium des Sarkophag-Corpus, Marburg 23.–27. Juli 1990], Mainz 1993, S. 205‒218.

Studien zur Vasenkunst des Hellenismus III: Gnathia-Vasen in der Archäologischen Lehrsammlung des Winckelmann-Institutes der Humboldt-Universität zu Berlin, in: Forschungen und Berichte. Staatliche Museen zu Berlin, Bd. 31, 1991, S. 101–130.

Damnatio memoriae – unbeliebte Köpfe römischer Kaiser, in: Das Altertum, Bd. 37, 1991, S. 50‒56.

Der späte Beginn und der vorzeitige Abbruch der Arbeiten am Pergamonaltar. Archäologische Indizien – ikonographische Spezifika – historische, dynastische und theologische Dimensionen, in: Deutsches Archäologisches Institut (Hrsg.), Phyromachos-Probleme. Mit einem Anhang zur Datierung des großen Altares von Pergamon (= Römische Mitteilungen, Bd. 31. Ergänzungsheft), Mainz 1990, S. 141–162.

Die beiden „Pocola“ in der Berliner Etruskerausstellung, in: Huberta Heres – Max Kunze (Hrsg.), Die Welt der Etrusker, Berlin 1990, S. 265‒270.

Zus. mit Arne Effenberger, Das menschliche Antlitz in spätantiker und frühbyzantinischer Zeit, in: Das Antlitz des Menschen in der antiken Kunst. Die Ausstellung aus den Staatlichen Museen zu Berlin in Japan (1990), S. 158‒167.

Studien Zur Vasenkunst des Hellenismus II: Gnathia-Keramik mit Reliefdekor, in: Forschungen und Berichte. Staatliche Museen zu Berlin, Bd. 29/30, 1990, S. 59–78.

Studien zu den Bildwerken der Frühchristlich-byzantinischen Sammlung V: Neuinventarisierte Sarkophagfragmente mit Abrahamsopfer und Petrusszenen, in: Forschungen und Berichte. Staatliche Museen zu Berlin, Bd. 29/30, 1990, S. 43‒58.

Zus. mit Gerhard Fiedler, Studien zu den Bildwerken der Frühchristlich-byzantinischen Sammlung IV: Ein Sarg als Spielbrett, in: Forschungen und Berichte. Staatliche Museen zu Berlin, Bd. 28, 1990, S. 169‒188.

Studien zur Vasenkunst des Hellenismus I: Zwei »Pocola« in der Antikensammlung und zur Bedeutung hellenistischer Eroten, in: Forschungen und Berichte. Staatliche Museen zu Berlin, Bd. 28, 1990, S. 71‒96.

Vollbusige Männer, arbeitsame Schläger und entfernte Inschriften. Eine Antikenfälschung der DDR-Wissenschaft, in: Bildende Kunst, Bd. 38, Heft 7, 1990, S. 60–63.

Ein neuerworbenes Sarkophagfragment mit der Darstellung einer Wagenfahrt in der Frühchristlich-byzantinischen Sammlung, in: Forschungen und Berichte. Staatliche Museen zu Berlin, Bd. 27, 1989, S. 155‒161.

Rezension zu: Petros Dintsis, Hellenistische Helme, Rom 1986, in: Klio, Bd. 70, 1988, S. 587–595.

Römischer Sarkophagkasten mit Tellus und Oceanus, in: Theun-Mathias Schmidt – Hans Krummrey, Zwei römische Sarkophage (= Max Kunze (Hrsg.), Aus den Sammlungen der Winckelmann-Gesellschaft in Stendal, Bd. 2), Stendal 1988, S. 5‒30.

Ein neuerworbenes Sarkophagfragment mit der Darstellung einer Wagenfahrt in der Frühchristlich-byzantinischen Sammlung, in: Manfred Oppermann (Hrsg.), Krise – Krisenbewußtsein – Krisenbewältigung. Ideologie und geistige Kultur im Imperium Romanum während des 3. Jahrhunderts (= Wissenschaftliche Beiträge der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg 1986/62 [C 40]), Halle/Saale 1988, S. 89‒97.

Promotion (A) Berlin 1986: Humboldt-Universität, Bereich Klassische Archäologie: Die Vasenkunst des Hellenismus. Untersuchungen zur landschaftsbedingten Typologie, entwicklungsgeschichtlichen Morphologie und kulturgeschichtlichen Bedeutung, in: Ethnographisch-Archäologische Zeitschrift, Bd. 28, 1987, S. 425–434 (mit 4 Abbildungen und dem Umschlagbild).

Schätze aus der Antikensammlung – Staatliche Museen zu Berlin – Hauptstadt der DDR: Ein makabrer Trinkbecher, in: Heilberufe, Bd. 38, 1986, S. 359–361.

Eros mit Inschrifttafel – ein Liebesgott? Zu einer Deutung Gerhart Rodenwaldts, in: Wissenschaftliche Zeitschrift der Humboldt-Universität zu Berlin. Gesellschafts- und sprachwissenschaftliche Reihe, Bd. 35, 1986, S. 694‒697.

Die Vasenkunst des Hellenismus: Untersuchungen zur landschaftsbedingten Typologie, entwicklungsgeschichtlichen Morphologie und kunstgeschichtlichen Bedeutung, Dissertation A [maschinenschriftl.], Humboldt-Universität zu Berlin, Gesellschaftswissenschaftliche Fakultät, Berlin 1985.

Konstantinoupolis. Zum städtebaulichen Programm des „Zweiten Rom“, in: Wissenschaftliche Zeitschrift der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Bd. 30, 1981, S. 431‒439.

Ein jüdisches Goldglas in der Frühchristlich-byzantinischen Sammlung, in: Forschungen und Berichte. Staatliche Museen zu Berlin, Bd. 20/21, 1980, S. 273‒280.

Vortragsreihe der Christlichen Archäologie Bonn im Wintersemester 2020/21

Die Abteilung Christliche Archäologie lädt herzlich zur digitalen Vortragsreihe im WS 20/21 ein. An insgesamt drei Terminen werden Gastredner im Rahmen eines Zoom-Vortrages über ihre spannenden Forschungsprojekte berichten. Für die Teilnahme wird um eine kurze Voranmeldung via Email (cabonn(at)uni-bonn.de) gebeten.

Alle weiteren Informationen HIER!

Tagung „Late Antique Mosaics“ in Wien (online)

Vom 11. bis 12. Dezember 2020 findet die Tagung „Late Antique Mosaics: Current Research and Conservation Strategies in East and West of the Mediterranean“ an der Universität Wien, Abteilung Frühchristliche Archäologie, online statt.

Alle weiteren Informationen HIER!

Nachruf für Josef Engemann

Liebe Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft,

mit großem Bedauern müssen wir Ihnen die traurige Nachricht übermitteln,
dass Josef Engemann am 14. November 2020 verstorben ist.

Mit Josef Engemann verlieren wir einen unserer bedeutendsten
Fachvertreter, einen hochgeschätzten Kollegen und verehrten Lehrer. Über
ein halbes Jahrhundert lang hat er die Forschungen zur Christlichen
Archäologie wesentlich geprägt und inspiriert sowie durch viel rezipierte
Publikationen auch einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht. Unten
übermitteln wir Ihnen einen von Johannes Deckers und Sabine Schrenk
verfassten Nachruf.

Für die Arbeitsgemeinschaft Christliche Archäologie sprechen wir Familie,
Angehörigen und Freunden sowie Schülerinnen und Schülern unseres
verstorbenen Mitglieds unser großes Bedauern und unsere aufrichtige
Anteilnahme aus.

Für den Vorstand der AGCA,

Ute Verstegen und Gunnar Brands

NACHRUF

Wie wir soeben erfahren, ist Professor Dr. Josef Engemann am 14. November 2020 im Alter von 94 Jahren in Salzburg verstorben. Er war einer der führenden Christlichen Archäologen im deutschen Sprachraum und genoss international hohe Anerkennung.

Nachdem er das Studium der Katholischen Theologie abgeschlossen hatte, wechselt er zur Klassischen Archäologie und promoviert in Köln 1964 in diesem Fach bei Heinz Kähler zum Thema „Architekturdarstellungen des frühen Zweiten Stils“. Neben seiner Tätigkeit als Referent am Franz Josef Dölger-Institut in Bonn nimmt er zwischen 1965 und 1998 an der vom Deutschen Archäologischen Institut in dem großen frühchristlichen Pilgerheiligtum Abu Mena, Ägypten, unternommenen Ausgrabung teil und publiziert dort erbrachte Funde und Befunde. 1972 habilitiert er sich an der Universität Bonn im Fach Christliche Archäologie mit der Studie „Untersuchungen zur Sepulkralsymbolik der späteren römischen Kaiserzeit“ (1973). 1975 wird er dort zum apl. Professor ernannt. Ab 1978 leitet er die Abteilung Christliche Archäologie in dieser Universität und wird 1984 auf die neu geschaffene Professur für Christliche Archäologie in der Philosophischen Fakultät berufen. 1984 bis 2006 ist er Mitherausgeber des Reallexikons für Antike und Christentum und des Jahrbuchs für Antike und Christentum. Er war Mitglied der Zentraldirektion des Deutschen Archäologischen Instituts und Präsident des 12. internationalen Kongresses für Christliche Archäologie, der 1991 in Bonn stattfand. Engemann wird 1991 emeritiert.

Die thematisch und methodisch ungewöhnliche Breite seines wissenschaftlichen Werks beruht auf seiner Kenntnis der klassischen wie auch der patristischen Texte, der griechischen, römischen, jüdischen und christlichen Ikonographie kombiniert mit den Methoden der Erschließung und Dokumentation von archäologischen und kunsthistorischen Befunden.

Drei Monographien aus dem großen Œuvre Engemanns seien hier als Beispiele genannt. „Deutung und Bedeutung frühchristlicher Bildwerke“ (1997)ist bis heute ein Handbuch für die fachspezifische Analyse und Methodik, „Römische Kunst in Spätantike und frühem Christentum bis Justinian“ (2014)ein Kompendium der Hauptwerke der spätantiken und frühbyzantinischen Epoche. „Abu Mina VI: Die Keramikfunde von 1965 bis 1998“ (2016) ist ein Grundlagenwerk für die Datierung spätantiker Kulturschichten in Ägypten und dem Nahen Osten.

Nicht nur die zahlreichen Aufsätze, sondern auch die vielfältigen, sehr komprimierten Beiträge in Lexika wie dem „Reallexikon für Antike und Christentum“ und dem „Lexikon des Mittelalters“ sind ein stets verlässliches Hilfsmittel und eine unerschöpfliche Fundgrube.

Engemann war ein engagierter, immer anregender, Kritikfähigkeit fördernder und humorvoller Lehrer. In seinen wissenschaftlichen Arbeiten wie auch im Wirken seiner Schüler lebt Josef Engemann weiter.

Knotenpunkt Byzanz. Junge Forscher, Neue Perspektiven

Am 1. und 2. Februar 2021 findet das vom Young Academics Network Byzanz Mainz/Frankfurt organisierte Vernetzungstreffen statt. Die Veranstaltung richtet sich an alle Doktoranden und PostDocs, die in Deutschland rund um das Thema Byzanz forschen.

Ziel der Veranstaltung ist es, die derzeitigen Forschungen an den Instituten zu sammeln, die Möglichkeit zur eigenen Projektvorstellung zu geben und fachliche, aber vor allem auch persönliche Kontakte zu knüpfen. Darüber hinaus gibt es neben einer Podiumsdiskussion zum Thema „Karriereplanung in den Kleinen Fächern“ unter der Moderation von Dr. Mareike Menne auch verschiedene Workshops an, die auf die Forschungstätigkeit vorbereiten sollen.

Genauere Informationen, das vorläufige Programm, sowie die Kontaktdaten zur Anmeldung finden sich auf der Webseite: „Knotenpunkt Byzanz: Junge Forscher, neue Perspektiven“

https://www.knotenpunktbyzanz.de/

Anmeldeschluss ist der 20.11.2020

Hinweis: Die Veranstaltung wird auf jeden Fall zu diesem Termin stattfinden, wenn nicht in Mainz selbst, dann online.

Online-Konferenz „Staging the Ruler’s Body in Medieval Cultures“

Am 23. und 24. November 2020 findet die internationale Konferenz „Staging the Ruler’s Body in Medieval Cultures: A Comparative Perspective“ der Universität Fribourg online statt.

Das Programm und weitere Informationen hier: