Call for Papers für den Doktorandenworkshop „Objekt und Stadt in der Vormoderne“

Doktorandenworkshop am 14. November 2019 in Regensburg.
Vorschläge für Vorträge können bis zum 15. April 2019 eingereicht werden.

Veranstalter: Mittelalterzentrum „Forum Mittelalter“ der Universität Regensburg; Graduiertenkolleg 2337 „Metropolität in der Vormoderne“, Ludwig-Maximilians-Universität München

Alle weiteren Details zur Ausschreibung und Veranstaltung HIER!

Internationale Konferenz „“Italy in the 5th Century“

Social, Political and Economic Transformations in a Society under Stress, 395493 CE

Vom 21. bis 23. März findet die Tagung in Rom statt.

Alle weiteren Details und das Programm zur Tagung HIER!

Konferenz „Funerary Landscapes of the Late Antique oecumene“ in Heidelberg

Contextualizing Epigraphic and Archeological Evidence of Mortuary Practices

30. Mai bis 1. Juni 2019
an der Universität Heidelberg
Materiale Textkulturen, Sonderforschungsbereich 933 der Deutschen Forschungsgemeinschaft

Das Programm zur Veranstaltung HIER!

Studienkurs Venedig 2019: Über die Flucht – Geschichte und Ästhetik eines Traum(a)s am Beispiel Venedigs

Das Deutsche Studienzentrum in Venedig veranstaltet vom 22. bis 30. September 2019 (An- und Abreisetag) einen interdisziplinären Studienkurs. Die wissenschaftliche Leitung liegt bei PD Dr. Marita Liebermann (Romanistik, Direktorin DSZV) und Dr. Dominik Brabant (Kunstgeschichte, Eichstätt).
Der Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 15. Mai 2019. Eine Benachrichtigung der TeilnehmerInnen erfolgt per Email bis Ende Juni 2019.

Der Studienkurs perspektiviert die Lagunenstadt als ein Gebilde aus vielartigen Fluchtbewegungen: An ausgesuchten Beispielen von physisch-realen und mythisch-fiktiven sowie metaphorischen Formen der Flucht von Einzelnen oder von Kollektiven werden zentrale Momente der venezianischen Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart, venezianische Kunst und an Venedig geknüpfte Imaginarien untersucht, die ein Spektrum von den Ursprungsmythen bis zu den modernen und aktuellen Untergangstopoi umfassen. Indem die Veranstaltung so in den Blick nimmt, auf welche Weise allgemein christliche wie auch die Stadt spezifisch charakterisierende Erzählungen und Wirklichkeiten auf dem Fluchtmotiv basieren, wird ein Anstoß zur Reflexion über Kulturzusammenhänge gegeben, die gemeinhin als selbstverständlich gelten. In diesem Sinne umfasst die Neubetrachtung auch punktuell mit zu berücksichtigende Migrationsdiskurse von heute, in denen Flucht oft als Stigma erscheint. Die Problematik der globalisierten Welt, wie sie die medialen und politischen Debatten vermitteln, werden einleitend und wo möglich vergleichend zu historischen Aspekten und künstlerisch-literarischen sowie philosophischen Rezeptionsformen des Motivs betrachtet. In Ergänzung zu den detaillierteren Einzelanalysen wird auf diese Weise ein Überblick über die ebenso elementaren wie mannigfaltigen Bedeutungen erarbeitet, die der Flucht als in vielerlei Hinsicht konfliktärer Mobilität in der Menschheitsgeschichte zukommen.

Die Verbindung von dezidiert aktuellen Fragestellungen mit zentralen Themen der Venedigforschung wird durch Exkursionen und Besichtigungen abgerundet, die u.a. die Insel Torcello, die Markus-Basilika, die Biblioteca Nazionale Marciana, den Dogenpalast, das Staatsarchiv, einen Lido-Spaziergang und eine Lagunenrundfahrt umfassen.
Mit der Teilnahme ist die Vorbereitung eines Referats (ca. 20-30 Minuten) aus dem Themenumfeld des Studienkurses verknüpft. Die Formulierung der Referatsthemen erfolgt in Absprache mit den Dozierenden, die auch hinsichtlich der relevanten Forschungsliteratur Hilfestellung leisten. Der Kurs findet in deutscher Sprache statt, die Teilnehmenden sollten jedoch Italienischkenntnisse besitzen, die die Lektüre italienischer Texte ermöglichen. Ein besonderes Gewicht liegt auf der Diskussion der behandelten Inhalte.

Referatsthemen können aus folgenden Gegenstandsbereichen gewählt werden: 

PHILOSHOPHIE:
A. Zur Massenflucht heute – Probleme und Konzepte einer Philosophie der Migration
• ‚Eine neue Gattung von Menschen‘ – Zum Bild der Geflüchteten in Hannah Arendts We Refugees (1943, dt. 1983)
• Hannah Arendts Elemente und Ursprünge totaler Herrschaft (1955, engl. Erstpublikation 1951) und die Rechte der Staatenlosen
• Donatella di Cesare: Eine Philosophie des ‚Coabitare‘

MYTHOS UND GESCHICHTE:
B. Geschichte(n) der Ursprünge Venedigs
• Ursprungs- und Fluchtmythen: Die ersten Venezianer – ‚Cives Romani‘ oder Flüchtlinge aus Troja?
• Flucht auf die Inseln während der Völkerwanderungszeit: Altino/Torcello, Aquileia/Grado, Concordia/Caorle
• Präventive Flucht über die Inseln und die urbanistische Erschließung der Inseln und Sümpfe

BILDENDE KUNST IM SAKRALEN KONTEXT:
C. Heiliger Raub oder notwendige Flucht? Die Translatio der Markusreliquien aus Alexandria nach Venedig
• Die Markuslegende in San Marco (Mosaikzyklus, Pala d’Oro, Porta Sant’Alipio)
• Die Markuslegende in den Gemälden Jacopo Tintorettos

D. Biblische Flucht in der venezianischen Malerei
• Jacopo Palma il Giovanes Auszug der Israeliten aus Ägypten
• Jacopo Tintorettos Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten
• Gaspare Dizianis und Giovanni Battista Tiepolos Flucht der Heiligen Familie nach Ägypten

ARCHITEKTUR UND STADTKULTUR:
E. Kollektivansiedlung von Geflüchteten in Venedig
• Das venezianische Ghetto und die Juden in Venedig
• San Lazzaro degli Armeni: Geschichte der Armenier in Venedig
• Mehmet II, die Eroberung des Balkans und die Ansiedlung der Albaner in Venedig
F. Individuelle Geflüchtete
• Bessarion und die Rettung der materiellen und schriftlichen Kultur aus Byzanz
• Jacopo Sansovino und die architektonische ‚Hybridisierung‘ des Markusplatzes
• Pietro Aretino und der venezianische ‘Vielschreiber‘-Zirkel: Themen und Kommunikations-formen

LITERATUR UND FILM:
G. Flucht aus/nach Venedig für ein ‚neues Leben‘: von Casanova bis Aschenbach
• Die Flucht aus den Bleikammern in Casanovas Erzählung (Histoire de ma vie, Histoire de ma fuite)
• Zum Fluchtmotiv in Arthur Schnitzlers Novelle Casanovas Heimfahrt
• Der flüchtende Casanova in Giorgio Manganellis Interviste Impossibili
• Über die Grenzen: Venedig in Hugo von Hofmannsthals Andreas
• Selbstflucht und -verlust in Thomas Manns Tod in Venedig
• Luchino Viscontis Tod in Venedig

BILDENDE KUNST IM PROFANEN KONTEXT:
H. Flucht aus der Gegenwart? Venedig-Veduten zwischen nostalgischem Eskapismus und modernem Tourismus
• Romantische und ästhetizistische Venedig-Bilder: William Turner und James McNeill Whistler
• Der Moderne entfliehen? Modernistische Venedig-Veduten von John Singer-Sargent, Edouard Manet, Paul Signac und Claude Monet
I. Flucht und Migration im gegenwärtigen Kunstbetrieb: Kuratorische Konzepte der jüngsten Biennalen und ihre Rezeption
•  „All the World’s Futures“ (56. Biennale), kuratiert von Okwui Enwezor, 2015
•  „Viva Arte Viva“ (57. Biennale), kuratiert von Christine Macel, 2017
• „May you live in interesting times” (58. Biennale), kuratiert von Ralph Rugoff, 2019

Ausblick: TOURISMUS UND MASSENFLUCHT DER EINWOHNER AUS VENEDIG:
J. Venedig im aktuellen kulturkritischen Diskurs
• Stirbt Venedig? Von Salvatore Settis bis Angela Vettese
• Exodus der Venezianer in der (inter)nationalen Presse

PRAKTISCHE HINWEISE
Am Studienkurs können fünfzehn Studierende und DoktorandInnen aus den Fächern der Kunstgeschichte und Literaturwissenschaften bzw. den kulturwissenschaftlichen Nachbardisziplinen (z.B. Interkulturelle Studien) und der Philosophie teilnehmen. Voraussetzungen sind eine bestandene Zwischenprüfung in einem Magister- oder Staatsexamensstudiengang oder ein bestandenes Bachelor-Examen. Italienischkenntnisse sollten vorhanden sein.

Für die Teilnahme am Studienkurs sind folgende Bewerbungsunterlagen erforderlich:
Lebenslauf, Studiennachweis, eine Hausarbeit eigener Wahl von 10 bis max. 30 Seiten, gegebenenfalls auch eine aussagekräftige Zusammenfassung des Master- oder Promotionsprojekts und ein kurzes Empfehlungsschreiben eines Hochschullehrers.
Die Unterlagen schicken Sie bitte in einer zusammenhängenden PDF-Datei an die Koordinatorin dott.ssa Michaela Böhringer (m.boehringer(at)dszv.it). Einsendeschluss für Ihre Bewerbung ist der 15. Mai 2019. Eine Benachrichtigung der TeilnehmerInnen erfolgt per Email bis Ende Juni.
Für Kosten und Buchung in einfachen Unterkünften für acht Nächte kommt das Studienzentrum auf. An- und Abreise sind dagegen selbst zu organisieren und zu finanzieren. (Wir empfehlen Ihnen, sich über eventuelle Unterstützungsformen Ihrer Universität zu informieren.)

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AGCA Förderung

Ausschreibung zur Förderung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten zur Christlichen Archäologie durch die AGCA

Die Arbeitsgemeinschaft Christliche Archäologie zur Erforschung spätantiker, frühmittelalterlicher und byzantinischer Kultur (AGCA) schreibt für das Jahr 2019 Fördermittel in Höhe von

2.000 Euro

zur Unterstützung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten zu Arbeitsgebieten der AGCA aus.

Die Mittel dienen der Förderung und Unterstützung von wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten (Masterarbeiten, Dissertationen) im Bereich der frühchristlichen, frühmittelalterlichen und Byzantinischen Archäologie. Sie sollen bevorzugt Mitgliedern der AGCA gewährt werden und vorzugsweise Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftlern zugutekommen. Bachelorarbeiten sind von der Förderung ausgeschlossen. Unterstützt werden können beispielsweise Reisekosten für Befundaufnahmen, Bibliotheks- oder Archivrecherchen.

Anträge auf Zuweisung der Fördermittel können bis zum 30. April 2019 eingereicht werden. Sie sind an die Erste Vorsitzende der AGCA zu richten (Anschrift siehe unten).

Über die Anträge entscheidet der Vorstand der AGCA im Mai 2019. Dementsprechend können Fördermaßnahmen frühestens im Juni 2019 beginnen. Sollte der Vorstand der AGCA mehrere Anträge bewilligen, so wird die maximal zur Verfügung stehende Summe von 2.000 Euro auf mehrere Projekte verteilt.

Folgende Einzelheiten gelten für die Ausschreibung:

Ausschreibung und Entscheidung zur Bewilligung erfolgen vorbehaltlich der finanziellen Situation der AGCA. Der Gerichtsweg ist ausgeschlossen. Wenn die Antragstellenden zu dem gleichen Projekt an anderer Stelle Fördermittel beantragen oder erhalten, ist dies der AGCA bei der Antragstellung mitzuteilen.

Nach Abschluss der geförderten Maßnahme sind der Schatzmeisterin der AGCA ein Kurzbericht über die geleistete Arbeit und eine Abrechnung zuzusenden.

Fördermittel müssen innerhalb eines Jahres nach der Bewilligung abgerufen und bis spätestens zwei Jahre nach Abruf (mit den entsprechenden Belegen und Rechnungen) abgerechnet werden. Im Fall der Fristüberschreitung beim Abruf hat der Vorstand die Möglichkeit, die Bewilligung zurückzunehmen. Im Fall der Fristüberschreitung bei der Abrechnung hat der Vorstand die Möglichkeit, die Gelder zurückzufordern.

Schriftliche Anträge auf Zuweisung der Fördermittel des Jahres 2019 sind mit einer genauen Beschreibung des Vorhabens, Angaben zur Person des/der Antragstellenden sowie einer Aufstellung der veranschlagten bzw. beantragten Kosten in einem Umfang von maximal 10 DIN-A4-Seiten postalisch in einfacher Ausfertigung und elektronisch als PDF-Attachment bis zum 30. April 2019 an die Erste Vorsitzenden der AGCA zu richten. Dem Antrag ist ein Unterstützungsschreiben eines/r Betreuenden der Qualifikationsarbeit anzufügen, das der Ersten Vorsitzenden auch separat zugesandt werden kann. Es zählen der Poststempel und das Eingangsdatum der E-Mail.

Anträge richten Sie bitte an: Prof. Dr. Ute Verstegen, LS Christliche Archäologie, FAU Erlangen-Nürnberg, Kochstr. 6, 91054 Erlangen; eMail: ute.verstegen(at)fau.de

XIII. Workshop für DoktorandInnen in Madrid: Mauerbau

Mauerbau. Ziele – Umsetzungen – Folgen

4. bis 7. Juni 2019, DAI Madrid & Casa de Velázquez

Das diesjährige Thema des Workshops hat evidente aktuelle Bezüge, zu denen u. a. das 30-jährige Jubiläum des Falls der Berliner Mauer gehört.
Vorgesehen ist, im interdisziplinären und internationalen diachronen Dialog technische, politische und soziale Aspekte zu analysieren, die mit dem Bau einer Mauer zusammenhängen. Behandelt werden Landmauern, Stadtmauern, Bezirksmauern ebenso wie symbolische und natürliche „Mauern“ oder Grenzziehungen. 

Um die unterschiedlichen Fallbeispiele in die transversale Diskussion einzubringen, werden in den einzelnen Beiträgen jeweils die Ziele, Umsetzungen und Folgen des Mauerbaus besprochen. Der geographische Rahmen umfasst den mediterranen Raum, besonders den Westen. Die chronologische Spannbreite reicht vom 2. Jahrtausend v. Chr. bis in das islamische Mittelalter.

Der Workshop findet im Rahmen der Kooperation der Madrider Abteilung des Deutschen Archäologischen Instituts mit der École des hautes études hispaniques et ibériques (Casa de Velázquez, Madrid) statt. Er ist bereits zu einer Tradition geworden, die internationale Aufmerksamkeit findet. Sein Ziel ist jungen Wissenschaftler/Innen ein Forum des aktuellen, offenen, kritischen und konstruktiven Dialogs zu bieten. Jeder Workshop ist einem besonderen Thema gewidmet.

Das Ziel des Workshops sind vor allem Gespräche zur Fragestellung und Methoden der Doktorarbeiten. Die Zielgruppe umfasst DoktorandInnen der Fächer Vorgeschichte, Archäologie, Alte Geschichte, Bauforschung sowie auf Archäologie bezogene Naturwissenschaften, deren Doktorarbeiten das Thema des Workshops zum Gegenstand haben. Das Thema des Workshops ist absichtlich weit gefasst um einen offenen Austausch zwischen Disziplinen, Forschungsfeldern und Traditionen zu erlauben. 
Beteiligen werden sich verschiedene Universitäten und Forschungseinrichtungen von ganz Europa und dem Maghreb.

Jede/r Teilnehmer/in wird die Möglichkeit haben sich durch die Präsentation der eigenen Dissertation aktiv einzubringen. ProfessorInnen bzw. international renommierte Spezialisten der hier behandelten Thematiken werden den Workshop mit eigenen Beiträgen und im Dialog begleiten.

Die Aktivitäten finden alternierend in der Casa de Velázquez und dem DAI statt. Zu einer besonderen Veranstaltung mit Bezug auf das Jubiläum des Falls der Berliner Mauer wird eine Einladung des Botschafters der Bundesrepublik Deutschland in Madrid und der Festvortrag von F. Fless.

Bewerbungsschluss ist der 18. März 2019.

Die weiteren Details hier

II. Internationale Konferenz “Georgia-Byzantium-Christian East” – CALL FOR PAPERS

Die Konferenz findet vom 18. bis 20. Juni 2019 in Tbilisi, Georgien statt.
Vorschläge für Vorträge können bis zum 29. März 2019 eingereicht werden. 

Die Details zur Konferenz HIER