Ausschreibung Studienkurs „Rom als Palimpsest“

„Rom als Palimpsest. Gemeinsamer Studienkurs der Bibliotheca Hertziana, des Deutschen Archäologischen Instituts und des Deutschen Historischen Instituts in Rom“

Das Deutsche Archäologische Institut, Abteilung Rom, die Bibliotheca Hertziana, Max-Planck-Institut für Kunstgeschichte, und das Deutsche Historische Institut in Rom bieten vom 03. bis zum 09. April 2017 einen Studienkurs an. Der Intensivkurs unter der Leitung von WissenschaftlerInnen der beteiligten Institute richtet sich insbesondere an fortgeschrittene Studierende der Klassischen Archäologie, der Christlichen Archäologie, der historischen Bauforschung, der Kunstgeschichte sowie der Geschichtswissenschaften vom Mittelalter bis zur Zeitgeschichte.

Ausgangspunkt des Kurses ist das Bild von Rom als „Palimpsest“, d.h. Rom als exemplarischer Ort des Umgangs mit Vergangenheit, des Auslöschens und Vergessens, der Neuentdeckung, Wiederbelebung und vielfachen Aneignung von Geschichte, der Überlagerung und des Ineinandergreifens historischer Epochen. Diese Prozesse des Um- und Überschreibens, der Inszenierung und Zitierung sollen mit unterschiedlichen fachlichen Zugangsweisen an ausgewählten Orten und baulichen Ensembles, vom Kapitol über das Forum Romanum bis hin zum EUR-Viertel und dem Tiberufer mit dem in diesem Jahr angebrachten Fries von William Kentridge von der römischen Kaiserzeit bis heute untersucht werden.

Von den KursteilnehmerInnen wird eine intensive Einarbeitung sowie aktive Mitarbeit – unter anderem die Übernahme eines Referates inkl. der fristgerechten Vorbereitung von Themenpapieren und Unterlagen – erwartet.

Die Zahl der Teilnehmenden ist auf fünfzehn Personen beschränkt. Für die Gruppe der AltertumswissenschaftlerInnen (Archäologen und historische Bauforscher) stehen ebenso wie für KunsthistorikerInnen und HistorikerInnen jeweils 5 Plätze zur Verfügung. Die Kosten für die Reise bis zu einem Betrag von 150 Euro und Übernachtung werden ebenso wie Eintritte von den veranstaltenden Instituten übernommen. Die An- und Abreise ist von den Kursteilnehmern selbst zu organisieren.

Voraussetzung für die Teilnahme: abgeschlossener M.A. in einem der für den Kurs relevanten Fächer bzw. M.A.-Studium in der Endphase.

Bewerbungen mit kurzem Motivationsschreiben (max. eine Seite), Lebenslauf, ggf. Kopie des letzten Studienabschlusses und Skizze eines laufenden Forschungsvorhabens (bitte nur in elektronischer Form) an: Rossi(at)biblhertz.it .

Die Bewerbungsfrist endet am 15. Oktober 2016.

 

Call for Papers „Grey-zone saints in Late Antiquity and early Middle Ages“

Call for Papers für die Sektion „Grey-zone saints in Late Antiquity and early Middle Ages“, während des International Medieval Congress in Leeds (3. bis 6. Juli 2017).

At the forthcoming International Medieval Congress in Leeds (3-6 July 2017) the project team is organising a strand on grey-zone, or marginal, saints in Late Antiquity and the early Middle Ages.

A limited number of Christian heroes, mostly New Testament figures and martyrs, were renowned across Christendom. Many more struggled hard to gain a wider prominence, or even local recognition, and often remained saints only in the eyes of single partisans or restricted groups. Their sainthood was suggested but not fully accepted, or promoted but contested; their cults almost succeeded, but finally failed. Sometimes their very existence was put into question.

Those interested in presenting papers on such saints and their cults, particularly if focused on the period before c. 900, are requested to send title and short abstract (c. 100 words) to Bryan Ward-Perkins (bryan.ward-perkins@history.ox.ac.uk) or Robert Wiśniewski (r.wisniewski@uw.edu.pl) by 20 September. Please, note that, sadly, the project is unable to fund speakers’ expenses.

Alle Infos hier!

Call for Papers „Spätbyzantinische Ornamente“

für die Sektion 12 „Spätbyzantinische Ornamente (13.-15. Jahrhundert): Überschreitung von Genregrenzen, Kulturgrenzen und Forschungsdisziplinen“ beim 4. Forum Kunst des Mittelalters in Berlin (20.-23. September 2017)

Alle Infos hier:
http://mittelalterkongress.de/…/call-for-papers—iv.-forum…

Organisation: Mary Jaharis Center for Byzantine Art and Culture, Brookline (MA)
Sektionsleitung: Antje Bosselmann-Ruickbie (Mainz)

Die Session richtet den Fokus auf die byzantinische Ornamentik, insbesondere ihre Rolle im Kontext mittelalterlichen Kulturtransfers. Die Zeit des 13. bis 15. Jahrhunderts eignet sich besonders für Untersuchungen zu Fragen der „Migration“ von Ornamenten, ihrer Adaption und Rezeption in verschiedenen Regionen sowie Konzepten des gegenseitigen Austauschs: Vor dem Hintergrund der Kreuzzüge und des damit einhergehenden westlichen „Einflusses“, intensiver diplomatischer Beziehungen und Handelskontakte in West und Ost, z.B. mit Venedig, Genua, Süditalien und Sizilien, aber auch christlichen und islamischen Reichen im Osten wie Bulgarien und Russland oder die Reiche der Mamluken und Mongolen, entstand ein Geflecht von Beziehungen, das auch in der Ornamentik seinen Niederschlag fand.
Diese Kontakte sind aus historischer oder kunsthistorischer Sicht teilweise durchaus gut erforscht, aber im Allgemeinen stellt die Ornamentik eine tiefgreifende Forschungslücke dar. Ornamente sind häufig als Randgebiet betrachtet und marginalisiert worden (vielleicht nicht zuletzt Adolph Loos‘ „Ornament und Verbrechen“ geschuldet). In der kunsthistorischen Forschung lag der Fokus vor allem auf ikonographischen Konzepten bzw. Stil- und Motivanalysen. Jedoch hat sich die Ornamentik als lohnenswertes Forschungsfeld hinsichtlich des Kulturtransfers erwiesen, da Ornamente weit verbreitet sind und simultan in verschie-denen Kunstgattungen wie geographischen Gebieten erscheinen, dabei sowohl geographische wie Genregrenzen überschreiten. In der Ornamentik kann sich eine überraschend unmittelbare Rezeption „fremder“ Elemente zeigen, da – anders als bei religiöser Ikonographie oder architektonischer Formen – meist keine ideologischen „Hindernisse“ vorlagen.
Erwünscht sind Beiträge aus allen Bereichen der spätmittelalterlichen Kunst, wobei die byzantinische Ornamentik den Ausgangspunkt für interdisziplinäre Fragen zur Überschreitung von Kultur-, Genre- und Disziplingrenzen bildet. Obwohl zunächst mobile Objekte wie Goldschmiedearbeiten, Textilien oder Buchmalereien für das Thema prädestiniert scheinen, soll auch und gerade ortsgebundene Kunst wie Architektur und Bauskulptur in der Session vertreten sein, da diese Gattungen spezifische Informationen wie Baudaten oder Lokalisierungen liefern können, die als Referenzen für Vergleichsobjekte dienen können.

Call for Papers „Natural Disasters, Sacred Time, and Eschatology in the Eastern Mediterranean“

College Art Association Annual Conference, New York, February 15 – 18, 2017

CFP: Natural Disasters, Sacred Time, and Eschatology in the Eastern Mediterranean

Chairs: Armin Bergmeier (Leipzig University), armin.bergmeier@uni-leipzig.de Heba Mostafa (University of Kansas), h797m476@ku.edu

The impact of the environment and the natural world on the human condition has incited a growing scholarly interest in recent years. This panel examines representations of natural disasters (fire, earthquakes, plagues, etc.) marking sacred time and asks how catastrophic events in the natural world structured the historical perception of sacred time. In many cultures, the eschaton or the end of time was a crucial moment in sacred time, intimately linked to destructive forces in the natural world. In Judaism, theophanies were often accompanied by frightening natural phenomena. In Middle Byzantine times, Last Judgment scenes began to incorporate a river of fire that leads to hell and opens up into a fiery abyss; while in Islam, the Day of Judgment would be announced by a massive upheaval of the natural order of the world, from cataclysmic earthquakes to the parting of the heavens.

The panel queries how the relationship between natural disaster and any moment in sacred time was visualized and materialized in artifacts, architecture, and the design of specific sites. Some of the questions may include how natural disasters triggered expectations of divine agency or the advent of the eschaton. How were these events imagined, represented, or even counteracted? Which natural sites were associated with events in sacred time, and how were they architecturally and ritually framed or represented visually across various media.

PROPOSALS FOR PAPERS TO SESSION CHAIRS are due August 30, 2016

For submission guidelines:

http://www.collegeart.org/pdf/2017-call-for-participation.pdf

Call for Papers für die Tagung „Objekte und Eliten – Neue Forschungen zur Kunstproduktion im 12. und 13. Jahrhundert in ihrem intellektuellen Kontext“

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München, 19. – 21.05.2017
Eingabeschluss: 15.08.2016

In den vergangenen Jahrzehnten ist die interdisziplinäre Erforschung der mittelalterlichen  Kunst zunehmend in den Vordergrund gerückt, scheitert aber oft an den unterschiedlichen Fragestellungen, Schwerpunkten und Herangehensweisen der verschiedenen Fachgebiete. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderte Verbundprojekt “Innovation und Tradition. Objekte und Eliten in Hildesheim, 1130-1250“, an dem neben dem Dommuseum Hildesheim die Universitäten Bonn, Kiel, Osnabrück und Potsdam beteiligt sind, widmet sich seit April 2015 exemplarisch diesem Desiderat. Das Projekt geht am Beispiel von Hildesheim davon aus, dass kulturelle, geistesgeschichtliche und theologische Voraussetzungen des 12. und 13. Jahrhunderts ihren visuellen Niederschlag in einer besonderen, in den Kunstobjekten greifbaren Bilderwelt fanden. Die Objekte werden dementsprechend als Reflexe gesellschaftlicher Konfigurationen, als Exponenten der materiellen Kultur mit einer definierten Position innerhalb der religiösen Praktiken und ästhetischen Vorstellungen des hohen Mittelalters verstanden.
In Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte sollen im Rahmen der Tagung die vom Projekt ausgehenden Fragestellungen und Themen in einem europäischen Kontext diskutiert werden: Besonders willkommen sind deshalb Vorschläge zur Kunst des 12. und 13. Jahrhunderts, die den kirchlichen, monastischen, städtischen und technisch-materiellen Kontext im Hinblick auf Auftragsvergabe, Herstellung und liturgischer Nutzung ausloten. Fragestellungen können zum Beispiel sein, welche Trägerschichten künstlerischen Schaffens in Frage kommen und/oder als Zielgruppen angesprochen werden sollten, welche Beziehungen es zwischen den Objekten und den Bildungsverhältnissen gibt. Oder inwiefern die intellektuellen Neuorientierungen im Bereich von Bildung und Schule dieser Zeit auch zu einer neuen künstlerischen Qualität führten. Von besonderem Interesse sind Beiträge, in denen nach den Umformungen künstlerischer Traditionen unter dem Einfluss der neuen theologischen und liturgischen Notwendigkeiten der Zeit gefragt wird.
Eine zeitnahe Publikation der Beiträge ist geplant.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge von maximal einer Seite mit einem Lebenslauf bis zum 15. August 2016 an:
info@objekte-und-eliten.de

—————————-

While interdisciplinary research on medieval art has been increasingly moving into the center in recent decades, it often fails because of distinct questions, priorities and approaches of each discipline. The research project “Innovation und Tradition. Objekte und Eliten in Hildesheim, 1130-1250“, which is funded by the German “Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF“, and a collaboration of the Dommuseum Hildesheim with the universities of Bonn, Kiel, Osnabrück and Potsdam, is addressing this desideratum. By taking Hildesheim as an example the project explores how culture, ideas and theology of the 12th and 13th centuries are visually reflected in artistic objects. Works of art are seen in relation to social configurations, as exponents of material culture with a defined position within religious practices and aesthetic ideas of the high middle ages.
This conference in collaboration with the Zentralinstitut für Kunstgeschichte in Munich would like to discuss these topics based on the project and set them into a larger European context: Thus proposals on 12th and 13th century art which explore the ecclesiastical, monastic, civic, material and technical context with regard to commissioning, production, and liturgical use are particularly welcome.
Papers could explore the leading classes of artistic donors, or the intended target audiences. What were the relations between objects and educational standards? How did the intellectual reorientation in the field of education and schools of this period lead to a new artistic quality? And how was artistic tradition transformed under the influence of new theological and liturgical trends of the time.
A publication of the papers is intended.

Please send your proposal of max. one page with your CV until August 15, 2016 to:
info@objekte-und-eliten.de