Vortragsprogramm des Vereins für Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte e. V.

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Das Vortragsprogramm des Vereins für Spätantike Archäologie und Byzantinische Kunstgeschichte e. V. für das Wintersemester 2017/2018 ist jetzt online.

Hier der LINK.

Die Vorträge beginnen um 19 Uhr c.t. und finden im HISTORICUM in der Amalienstr. 52, München in Raum K  202 statt. Bitte beachten Sie die abweichende Zeit und Ort für den Festakt am 21. November.

 

Call for Papers für die Tagung „Objekte und Eliten – Neue Forschungen zur Kunstproduktion im 12. und 13. Jahrhundert in ihrem intellektuellen Kontext“

Zentralinstitut für Kunstgeschichte, München, 19. – 21.05.2017
Eingabeschluss: 15.08.2016

In den vergangenen Jahrzehnten ist die interdisziplinäre Erforschung der mittelalterlichen  Kunst zunehmend in den Vordergrund gerückt, scheitert aber oft an den unterschiedlichen Fragestellungen, Schwerpunkten und Herangehensweisen der verschiedenen Fachgebiete. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderte Verbundprojekt “Innovation und Tradition. Objekte und Eliten in Hildesheim, 1130-1250“, an dem neben dem Dommuseum Hildesheim die Universitäten Bonn, Kiel, Osnabrück und Potsdam beteiligt sind, widmet sich seit April 2015 exemplarisch diesem Desiderat. Das Projekt geht am Beispiel von Hildesheim davon aus, dass kulturelle, geistesgeschichtliche und theologische Voraussetzungen des 12. und 13. Jahrhunderts ihren visuellen Niederschlag in einer besonderen, in den Kunstobjekten greifbaren Bilderwelt fanden. Die Objekte werden dementsprechend als Reflexe gesellschaftlicher Konfigurationen, als Exponenten der materiellen Kultur mit einer definierten Position innerhalb der religiösen Praktiken und ästhetischen Vorstellungen des hohen Mittelalters verstanden.
In Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte sollen im Rahmen der Tagung die vom Projekt ausgehenden Fragestellungen und Themen in einem europäischen Kontext diskutiert werden: Besonders willkommen sind deshalb Vorschläge zur Kunst des 12. und 13. Jahrhunderts, die den kirchlichen, monastischen, städtischen und technisch-materiellen Kontext im Hinblick auf Auftragsvergabe, Herstellung und liturgischer Nutzung ausloten. Fragestellungen können zum Beispiel sein, welche Trägerschichten künstlerischen Schaffens in Frage kommen und/oder als Zielgruppen angesprochen werden sollten, welche Beziehungen es zwischen den Objekten und den Bildungsverhältnissen gibt. Oder inwiefern die intellektuellen Neuorientierungen im Bereich von Bildung und Schule dieser Zeit auch zu einer neuen künstlerischen Qualität führten. Von besonderem Interesse sind Beiträge, in denen nach den Umformungen künstlerischer Traditionen unter dem Einfluss der neuen theologischen und liturgischen Notwendigkeiten der Zeit gefragt wird.
Eine zeitnahe Publikation der Beiträge ist geplant.

Bitte senden Sie Ihre Vorschläge von maximal einer Seite mit einem Lebenslauf bis zum 15. August 2016 an:
info@objekte-und-eliten.de

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While interdisciplinary research on medieval art has been increasingly moving into the center in recent decades, it often fails because of distinct questions, priorities and approaches of each discipline. The research project “Innovation und Tradition. Objekte und Eliten in Hildesheim, 1130-1250“, which is funded by the German “Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF“, and a collaboration of the Dommuseum Hildesheim with the universities of Bonn, Kiel, Osnabrück and Potsdam, is addressing this desideratum. By taking Hildesheim as an example the project explores how culture, ideas and theology of the 12th and 13th centuries are visually reflected in artistic objects. Works of art are seen in relation to social configurations, as exponents of material culture with a defined position within religious practices and aesthetic ideas of the high middle ages.
This conference in collaboration with the Zentralinstitut für Kunstgeschichte in Munich would like to discuss these topics based on the project and set them into a larger European context: Thus proposals on 12th and 13th century art which explore the ecclesiastical, monastic, civic, material and technical context with regard to commissioning, production, and liturgical use are particularly welcome.
Papers could explore the leading classes of artistic donors, or the intended target audiences. What were the relations between objects and educational standards? How did the intellectual reorientation in the field of education and schools of this period lead to a new artistic quality? And how was artistic tradition transformed under the influence of new theological and liturgical trends of the time.
A publication of the papers is intended.

Please send your proposal of max. one page with your CV until August 15, 2016 to:
info@objekte-und-eliten.de